Vorträge über die „Human Resilience“ und Künstliche Intelligenz in Hangzhou und Peking
Auf Einladung der China Federation of Literary and Art Circles und der China Art Academy nahm Michael Schindhelm am Ersten Worls Dialogue on Art and Technology teil. Die Veranstaltungen führten KünstlerInnen und ForscherInnen zusammen und fanden vom 24. – 28.4. 2026 in Hangzhou und Peking statt.
Da sich die künstliche Intelligenz im Jahr 2026 mit rasanten Schritten auf die agentische Autonomie zubewegt, steht die globale Wissenschaftswelt vor einem existenziellen „Wendepunkt“. Dieser Vortrag vertritt die These, dass das Überleben menschlicher Expertise nicht davon abhängt, mit der Geschwindigkeit von Algorithmen zu konkurrieren, sondern davon, verstärkt auf die tief verinnerlichte, intuitive Weisheit zu setzen, die nicht kodierbar und biologisch verankert bleibt. Empirische Belege deuten darauf hin, dass eine übermäßige Abhängigkeit von reibungsloser KI die menschliche neuronale Architektur aushöhlt. Um dem entgegenzuwirken, schlage ich einen radikalen Wandel von Effizienz hin zu „strategischer Reibung“ vor. Dieses Modell führt durch spezifische kognitive Zwangsfunktionen wieder „erwünschte Schwierigkeit“ in den Lernprozess ein. Durch den Übergang zu einer transdisziplinären Synthese kann die Universität Führungskräfte hervorbringen, die in der Lage sind, moralische Autorität über maschinelle Ergebnisse auszuüben. Letztendlich müssen wir davon abkommen, menschliches Wissen zu externalisieren, um KI zu trainieren, und stattdessen maschinelle Erkenntnisse internalisieren, um die menschliche Intuition zu bereichern.
Hier kann die Präsentation heruntergeladen werden.